Samstag, 7. April 2018

Einfach genial - genial einfach

Eine der wichtigsten Erkenntnisse, die ich aus meinem Bali-Urlaub (der so leider geil war und mich ganzheitlich geflasht hat. Ich weiß, dass ich noch gar nicht berichtet habe, aber das werde ich irgendwann nachholen) gewonnen  habe, ist wenn wir nichts gegen die Plastikflut unternehmen, werden wir untergehen. Mir fällt es zugebenermaßen auch schwer meine Gewohnheiten zu ändern. Ich könnte z.B. in den Unverpacktladen in Mainz-Neustadt einkaufen fahren, aber mit dem Auto ist es zu umständlich und mit dem Fahrrad zu weit. Vor allem bei schlechtem Wetter ist es mit dem Bike einfach unpraktisch. Ihr merkt schon auch ich suche Ausreden und finde sie auch ;). ABER ich habe einiges schon in Angriff genommen. Das Wasser wird in Glasflaschen gekauft (die Leitungen in unserem Haus sind alt und da weiß man nicht so kann man den Leitungen trauen oder nicht) die Aufbewahrungsdosen sind mittlerweile aus Glas. Internet- und Bloglesen sei Dank stieß ich auf einen Artikel, der sich mit der Herstellung von Putzmitteln befasste (die Quelle habe ich leider nicht mehr).

Ein Vorschlag fand ich so genial einfach herzustellen, dass ich es ausprobiert habe und weil es wirklich gute Ergebnisse liefert, dann auch fest übernommen habe.

Bei der Zubereitung des Veilchengelees blieb Schale der halben Zitrone übrig. Früher kam die in den Biomüll, aber nun nicht mehr.

Ich schneide sie jetzt in kleine Stücke, hole mir Essigessenz und Wasser

gebe die Zitronenstückchen in einen verschließbaren Glasbehälter. Darauf kommt dann ein halber Becher Essigessenz. Schließlich wird es mit Wasser aufgefüllt bis alles bedeckt ist. Den Glasbehälter verschließen und an ein sonniges Plätzchen.

Man sieht recht schnell wie sich dieses Gebräu in der Farbe verändert. Nach ca. 10-14 Tagen kann man es abseihen und verwenden.

So sieht es aus, wenn es "reif" ist. Diese Charge wurde mit Orangen- und Grapefruitschalen angesetzt und stand etwa 14 Tage am Fenster. Es funktioniert also mit allen Zitrusfrüchten :).

Ich konnte also gestern die beiden Ansätze abseihen und umfüllen. Wer will kann einige Tropfen eines Öls mit Lavendelduft oder ähnliches hinzufügen.
Tataaa mein eigener Essigreiniger für Bad und Co.

Ein Essigreiniger der umweltschonend, müllvermeidend und noch dazu hilft ein paar Euronen zu sparen, was ja auch nicht zu verachten ist.

Genial einfach! Viel Spass beim Nachmachen :).

Mich würde interessieren, welche einfachen Tricks habt ihr in euer Leben integriert habt, um Plastik zu vermeiden, Ressourcen, Umwelt und den Geldbeutel zu schonen?
Herzlichst bjmonitas

Gründonnerstag 2018

Traditionell wird der Gründonnerstag bei uns nicht in der Kirche, sondern im Gemeindesaal gefeiert.
Dabei schwingen das Thema Kreuzgänge in der Passionszeit sowie der bevorstehende Karfreitag in der Andacht mit.

Für mich, die als Küsterin für den Blumenschmuck verantwortlich ist, stellt sich die Frage, wie kann man diese Themen ins Gesteck einfließen lassen.

Dieses Jahr habe ich mich ganz bewusst dafür entschieden dem Kreuz eine zentrale Rolle im Gesteck zuzugestehen.

Aus einem halbrundgeformten Rindenstück, einen Ast und Rindenstücke habe ich das Kreuz zusammengestellt.

Die Blumen, violett-marmorisierte (Violett ist Symbol für die Passionszeit) Ranunkeln und Weidenkätzchen sollten in dem halbrunden Rindenstück arrangiert werden. Dazu habe ich 5 kleine Väschen mit grüner Klebmasse (die gibts beim Floristen) auf dem Rindenstück fixiert. Die Zwischenräume habe ich zum Teil mit etwas älterem aber auch mit frischem Moos befüllt. Die Weidenkätzchenäste habe ich gekürzt und auf die Vasen verteilt. Die Ranunkeln habe ich erst von den Blättern befreit dann gekürzt und dann ins Gesteck platziert.

Meine Querachse des Kreuzes war gestaltet. Die Längsachse bildete ein Ast der eine kleine Gabelung am Ende hatte. In die Gabelung kam eine Kerze. Die restlichen Rindenstücke bildeten die Spitze des Kreuzes.

Das Arrangement kam auf ein dünnes weisses Tuch (Weiss ist Symbol für Ostern) als Vorbote auf das nahende Osterfest.

Von den Ranunkeln bin ich total begeistert. Ich weiß nicht ob es sich um eine Neuzüchtung handelt, aber sie wirken total apart mit dem lila-grün marmorisierten Blütenblättern. Deshalb musste ich Detailfotos machen.


Die sind doch zum Verlieben, oder?

Abschließend zeige ich noch zwei Ansichten von dem Kreuz im beleuchtetem Zustand.




Wie ich das Arrangement dann für Karfreitag und Ostern abgewandelt habe, werde ich noch zeigen. So nun gehe ich aber zu Holunderblütchen und schaue mal, was die anderen so schönes gebunden, gesteckt oder dekoriert haben.

Herzlichst eure bjmonitas.








Freitag, 6. April 2018

Ein Häuschen aus Rosen, von Nelken die Tür, der Riegel von Veilchen, so wünsch ich es dir.

Diesen Spruch oder ähnliche schrieb man seiner Zeit in Poesiealben. Dass Veilchen essbar und als Heilpflanze gelten sowie kandiert werden, das wusste ich. Im letzten Jahr hatte ich davon gelesen, dass man aus Veilchenblüten auch Marmelade oder Gelee herstellen kann. Das wollte ich heuer unbedingt probieren. Heute war das Wetter endlich mal gut. Sonnig und trocken, so dass ich in meinem Vorgarten nach Veilchen Ausschau halten konnte. Es war gerade noch rechtzeitig, denn die ersten Blüten sind bereits verblüht.

Es gelang mir doch noch genügend Blüten abzuzupfen, damit es für eine kleine Menge oder sagen wir eine Testreihe Veilchengelee reichte.

Das Rezept, nach dem ich das Gelee herstellen wollte, fand ich hier. Es mag zwar ungewöhnlich erscheinen, dass in diesem Fall ohne Gelierzucker gearbeitet wird, aber wer die Grand Dame der Marmeladen kennt, der weiß, dass sie immer auf Gelierzucker verzichtet und eine andere Herstellungsweise bei der Marmeladenzubereitung bevorzugt.

Nun, so dachte ich mir, kann ich es ja mal probieren so ganz ohne Gelierzucker.

Die Zutaten waren sehr übersichtlich:
1. 200g Puderzucker
2. 250ml Wasser (nicht abgebildet)
3. Saft einer 1/2 Zitrone
4. 75g Veilchenblütchen (ich habe sie nicht abgewogen, denn mehr Blüten als die vorhandenen gabs eh nicht in meinem Gärtchen.)

Zunächst sollte das Wasser, der Puderzucker und der Zitronensaft zum Kochen gebracht werden
Dann gibt man die Blütchen in den Sud.
Das Ganze sollte 30min auf kleiner Flamme köcheln und der Sud sich auf diese Weise reduzieren. Ich hatte wohl etwas zu niedrig gestellt. Denn nach 30min war es noch nicht genügend eingekocht. So ließ ich es noch 10 weitere Minuten köcheln.

Da ich die Blütchen nicht abseihen wollte, nahm ich den Pürierstab zur Hand und versuchte die Blütchen damit zu zerkleinern. Es gelang mir nur mäßig. Beim nächsten Versuch muss ich mir hier was anderes überlegen.
Immerhin hat es 7 kleine Gläschen Gelee ergeben!!!
Es reicht auf jeden Fall um à la Sissi Kaiserin zu Österreich zu schlemmen :D. Herzlichst eure bjmonitas