Sonntag, 25. Mai 2014

Einmal Loire-Atlantique / Bretagne und zurück

Einfach alles stehen und liegen lassen - wie oft wünscht man sich das, wenn einem alles über den Kopf zu wachsen scheint. Ich hatte die Gelegenheit genau eben dieses zu tun. Mitten im Schuljahr und Semester konnte ich eine Woche Auszeit nehmen. Es ging mit der Städtepartnerschaft nach Frankreich in die Region Loire-Atlantique.

Nach gefühlten 20 Stunden Fahrt machten wir kurz in Angers halt, um die Radler aussteigen zu lassen:

Die Gelegenheit war günstig, um sich die Beine am Ufer der Loire zu vertreten und einen Blick auf das grandiose Schloss von Angers zu werfen. Ich finde ja, dass der Wolkenhimmel ausschaut als ob Caspar David Friedrich selbst Hand angelegt hätte. Es war aber nur ein Schnappschuss mit meinem I-phone, welches als Fotoapparat herhalten musste, weil ich den Apparat zu Hause vergaß *grummel*.

Das Wasser der Loire und des Atlantiks sind hier die bestimmenden Elemente.
An einem Ausflugtag waren wir mit dem Boot auf der wilden Loire unterwegs.
Hier sieht man ein typisches Loirefischerboot.
An anderen Tagen fuhren wir gen Küste und hatten solche Ausblicke:
Am Golf von Morbihan ist es sooooo schön. In diese Gegend habe ich mich total verliebt.

Neben einem Sprachkurs kam die Kultur natürlich nicht zu kurz. Da es aber so viele Eindrücke und Erlebnisse waren, muss ich sie zunächst noch sortieren. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen euch in Portionen daran teilhaben zu lassen.
Als erstes möchte ich euch von der Blumenschau "les floralies" berichten und mit der Gesteckkunst beginnen, die mir am allerbesten gefällt.
Von den Ikebana Gesteckkünsten war ich total begeistert und ich konnte und kann mich nach wie vor nicht entscheiden, welches denn mein Favorit ist.
 Ein Ensemble aus Iris, das aussieht als befände man sich an einem Teichufer
 Gräser, Farn und rote Blumen
 Strelizie mit Gräsern
 Fensterblatt und Calla anmutig wie beim Ballett. Ich muss da an Schwanensee denken. Ihr auch?
Astabschnitte und Flamingoblumen als schöner Zaungruß
 abgestorbener Ast mit gelber Calla
 hier mit roten Rosen und Blättern von einer Pflanze, die ich nicht kenne
 wieder Strelizie
Callas im Astgeflecht.

Die Bilder sind alle mit meinem Handy entstanden, so dass die Bildqualität nicht die beste ist, aber ich denke man kann sich dennoch an den schönen Gestecken erfreuen.

Die lange Busreise hatte natürlich noch etwas für sich. Ich konnte stricken, stricken und nochmals stricken. So wurde die quietschpinkfarbenen Socken fertig.

Da ich irgendwie nicht damit gerechnet hatte schon nach Paris mit den Socken fertig zu sein, habe ich wider meiner Natur dann direkt die Fäden vernäht *g*. Der Wollnachschub und die Anleitung waren im Koffer verstaut, so dass ich aus purer Verzweifelung ein weiteres Paar in pink angeschlagen habe.

Nur hatte ich nicht genug pink mitgenommen, weswegen ich den angefangenen Socken erst einmal stillgelegt habe. Ich habe dann ein Paar Twistsocken  in Angriff genommen.


Im Gegensatz zur Autorin verwende ich hierbei ausschließlich Reste und hoffe, dass dabei farbenfrohe und schöne Socken herauskommen. Bislang sieht es vielversprechend aus.

Was ich allerdings unterschätzt habe, ist, dass es kein "Locker-Flockig-Mitnahmeprojekt" ist. Solange mir das Muster noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen ist, muss ich doch recht viel auf die Anleitung gucken.

Ansonsten hatte ich zu Hause einen Pullover angefangen, den ich wieder ribbeln werde, weil mir das Gestrick zu locker erscheint. Anscheinend habe ich die Maschenprobe mit dünneren Nadeln gestrickt und da war das Maschenbild tadellos. Ich neige eigentlich nicht dazu, unterschiedlich fest zu stricken.
Die Anleitung ist aus einem Filati-Heft. Im Moment ist mir entfallen wie der Pulli heisst.
So nun kümmere ich mal wieder um meine WIPs. Genießt den Sonntag. LG bjmonitas


Kommentare:

  1. Erlebnis-Zeit mit Strick-Zeit.. das finde ich toll ...
    Schönes im Kopf und Schönes in der Hand..gleich doppelte Freude.
    L.G. Soenae

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  2. Oh, was hast du eine tolle Zeit verbracht! In Frankreich war ich früher ein paar Mal mit meinen Eltern, aber seit dem nicht mehr. Schön, so spontan entscheiden zu können.
    Die Blumen-Gebinde sind in meinen Augen richtige Gemälde, die eine Szene darstellen, zwei Tänzer sehe ich in dem einen auch. Die Ast-Blüten Verbindungen gefallen mir besonders.
    Beim Genießen dieser schönen Urlaubserinnerungen und Zusammenstellen des nächsten Berichtes hab viel Spaß,Birgit

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  3. Ich beneide dich ein bisschen um den Ausflug :-) Die Gestecke sind atemberaubend! Fast so schön wie Deine!
    So viel hast unterwegs gestrickt? Du bist sehr fleissig!
    LG Aldona

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