Samstag, 8. November 2014

escaramujo picante & confiture de aubépine oder wie man sein Faible für Rosengewächse entdeckt

Ziemlich genau vor einem Jahr hatte ich ein Hagebutten-Chutney-Rezept im WWW entdeckt und wollte es unbedingt ausprobieren. Dann kam mir jedoch das Leben bzw. der Alltag dazwischen  und der Test blieb auf der Will-ich-ausprobieren-Liste. Vergangenes Wochenende konnte ich dank des tolles Herbstwetters Hagebutten ernten. Davon habe ich zunächst noch einmal eine Charge Marmelade gekocht. Etwa 300g behielt ich zurück, um das Chutney auszuprobieren.

Da bei mir die Hagebutten schon flottelottiert waren und somit Mus bzw. Mark geworden sind, habe ich feingehackte Zwiebeln, frischen Ingwer, frischen Knoblauch und Trockenpflaumen (anstelle von Rosinen) unter Beigabe einer getrockneten Chilischote in Apfelsaft/Apfelessig gedünstet. Nach ca. 5 Min habe ich die Chilischote rausgefischt und das Mus hinzugegeben und köcheln lassen. Nach weiteren 2-3 Min kamen die Gewürze hinzu (Zimt, Kardamon (anstelle von Koriander), zerstoßene Nelken und Senfkörner). Das Ganze ließ ich noch 1 Minute köcheln. Danach wurde es heiß in zuvor abgekochte Gläser gefüllt.

4 Gläser waren die Ausbeute:

 
Heute morgen musste ich das Chutney auch gleich probieren und was soll ich sagen: es ist SUPERLECKER!!!! Es könnte vielleicht etwas mehr Schärfe haben, aber ansonsten ist der Geschmack einfach nur genial. Ich würde ihn als fruchtig-süss-sauer bezeichnen. Auch wenn das Chutney lediglich auf Ziegenfrischkäse probiert habe, bin ich davon überzeugt, dass es vorzüglich zu gegrilltem oder gebratenen Fleisch u. Gemüse passt. Aber auch zu Salaten und überbackenem Camembert passt es sicherlich. Probiert es aus! Es lohnt sich :).

Da vom selbst entsafteten Apfelsaft, den ich zu dem Chutney hinzugefügt hatte, noch einiges übrig war, habe ich kurzer Hand Apfelgelee gekocht. Dabei habe ich auch ein Experiment gewagt und kleingehacktes Basilikum hinzugefügt.



Erst war ich begeistert von der Idee, kleingehacktes Basilikum auch im Gelee zu belassen, aber nun bin ich nicht sicher, ob das Gelee deshalb nicht vielleicht schneller schimmelig werden kann. Naja wir werden sehen. Schmecken tuts auf jeden Fall :).

Vor einigen Wochen waren Franzosen in unserer Gemeinde zu Besuch, um das Jubiläum der Städtepartnerschaft zu feiern. Von meinem Besuch dort hatte ich ja schon im Blog berichtet. Jedenfalls hatte ich die Gelegenheit genutzt, um meine Marmeladen für den guten Zweck zu verkaufen. Mein Bestand an Weißdornmarmelade hat sich gen null dezimiert. Weißdornhecken habe ich bislang nicht entdeckt dafür einen Apfeldornbaum. Dort war ich gestern, um zu ernten.



Eine Frucht habe ich aufgeschnitten und sie sieht tatsächlich wie ein Apfel en Miniature aus. Beim Ablichten dieser Beere fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich beschäftige mich anscheinend mit Vorliebe mit Rosengewächsen. Seien es Äpfel, Hagebutten, Brombeeren oder Weiß/Apfeldorn allesamt gehören derselben Pflanzengattung an. Unglaublich, oder??

Die nächsten Tage werde ich jedenfalls darauf verwenden die Beeren zu Marmelade zu verarbeiten. Weil ich so total begeistert vom Hagebutten-Chutney bin, mache ich mich auf zu neuen Ufern und probiere es mit Apfeldorn aus. Wie sehen eure Pläne für die nächsten Tage aus? Was immer euch umtreibt, ich wünsche euch dabei gutes Gelingen! Herzlichst bjmonitas



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