Donnerstag, 25. Dezember 2014

Karl Kraus (1874 – 1936), österreichischer Dichter und Satiriker meint


„Ein Künstler ist nur einer, der aus einer Lösung ein Rätsel machen kann“. Kunst als Rätsel: Diesen Ansatz hat auch der Künstler verfolgt, welcher unser neues Parament gestaltet hat. Mir gefällt es ausgesprochen gut vor allem, weil er in Sachen Textilkunst mit dem aufwartet, was mein Handarbeitsherz höher schlagen lässt. Denn es ist aus Filz und Wolle und wurde in der Paramentenwerkstatt in Darmstadt gestaltet.
In der Adventszeit habe ich in meinem Altarschmuck schon etwas von den Stilmitteln des Paramentes aufgegriffen, um sozusagen als Appetitanreger die Vorfreude darauf zu steigern. Heute morgen wurde es dann offiziell eingeweiht. Da der bisherige Altarschmuck verblüht war, habe ich ein anderes Gesteck gestaltet. 

Dabei war es mir wichtig die meisten Elemente wie zuvor zu belassen, damit der Grundtenor erhalten bleibt. Ich habe lediglich anstatt der Amaryllis, Fresien und Lisianthus verwendet.


Ich verstehe meine Aufgabe bei der Blumenschmuckgestaltung darin die Formen, Motive oder Farbverläufe soweit möglich im Gesteck einfließen zu lassen. Die Spannung wird dann dadurch erzeugt, indem der Blumenschmuck entweder ein Kontrapunkt zum Parament darstellt oder wie in diesem Fall das Motiv aufgreift, um es zu unterstreichen. Wenn es mir gelingt den Interpretationsspielraum nicht einzuengen, sondern ihn zu erweitern, dann wird Kunst daraus, wenngleich auch eine Kunst, die dem Gesetz der Vergänglichkeit unterliegt.

Was habe ich persönlich davon? Zunächst einmal macht es mir einfach Spass, mich kreativ auszuleben und es erfüllt mich mit Freude, wenn es gelingt. Außerdem versuche ich künstlerisch zu wachsen. 

So versuche ich auch die Krippe jedes Jahr mit neuen Ideen und Akzenten zu versehen, damit die Betrachter zwar das sehen und betrachten können, was bekannt ist, aber auch durch kleine Änderungen neu angeregt und erfreut werden.

Letztes Jahr sah die Krippe noch so aus. Damals war die Neuerung das Hinzufügen eines kleinen Bäumleins. Im Jahr davor hatte ich die Baumscheibe hinzugenommen, weil die Akazie im Kirchhof gefällt werden musste. In diesem Jahr sieht sie so aus:


So kommt jedes Jahr etwas hinzu, lediglich die Figuren bleiben die gleichen.

In diesem Sinne freut euch am Rätsel Wunder des Lebens!
Frohe Weihnachten wünscht euch bjmonitas!

 


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