Montag, 5. Januar 2015

Haarscharf

um meiner Resteschwemme etwas Herr zu werden, habe ich noch im alten Jahr Handstulpen angeschlagen. Wie auch bei den Broken-Seed-Stitch-Socken wurde ich von einem Blog auf das Muster in Ravelry aufmerksam (ich weiss nur nicht mehr bei wem ich da fündig geworden war). Schachmatt, so war mein Gedanke, eignet sich doch hervorragend um Reste sinnvoll zu verarbeiten.

In die engere Wahl kamen dann Garne, die etwas edler waren und mir von der Farbgebung sehr gefallen. So kamen Reste mit Alpaka- und Seidenanteil in die engere Wahl.

Ich liebe ja dunkles Weinrot und blau-türkis-grün-Töne. So war schnell klar welche Farben miteinander kombiniert wurden.

Das graue Alpakagarn und das seidige Colorelligarn von Schulana wurden wieder aus der engeren Wahl rausgekickt. Das weinrote Merino-Alpaka von Bremont (Rest von meinem Nuvem) und die seidigen Reste (waren in den Restesendungen für meinen Afghan mit dabei) wollte ich verwenden. Darunter waren auch Lacegarne versteckt, diese habe ich doppelt genommen, um die Unteschiede in der Garndicke auszugleichen. Am liebsten hätte ich ja das Dochtgarn alleine verwendet, aber es war ja nur dieses Miniknäul vorhanden und es wegzulassen brachte ich irgendwie nicht übers Herz.

Daher dachte ich mir mit dem Dochtgarn gestalte ich den Rollrand, so weiss ich immer wo oben ist :). Die restlichen Wellen wollte ich in blau-blau stricken.

Das Broken-seed-stitch-Muster hat mich irgendwie immernoch beschäftigt, sodass ich vom Schachbrettmuster auf das Broken-seed-stich-Muster umgestiegen bin.

Was soll ich sagen. Das Stricken flutschte nur so.....bis kurz vorm Ende mir das dunkelblaue Lacegarn auszugehen schien. Ich habe sogar schon in meinen Kisten nach ähnlichem Garn gegraben, um einen Plan B zu haben. Die letzten Runden zu stricken war wie ein Krimi, der sich dann als keiner herausstellte.....

Wie knapp es war könnt ihr hier sehen:
Wenn es hochkommt sind 15-20 cm (siehe Pfeil) übriggeblieben!!! Haarscharf ist das noch einmal gut gegangen. Die Freude darüber war so gross, dass das Fäden vernähen sofort erledigt wurde und sie directement ausgeführt wurden.


Die Stulpen tragen sich hervorragend nicht nur weil die Garne weich und glänzend sind, sondern auch weil man die Stulpen wie eine Ziehharmonika je nach Bedarf in die gewünschte/benötigte Länge bringen kann.

Das zweite Paar ist schon in Arbeit. Es soll ein Geschenk für meine Freundin werden.

Hattet ihr das auch schon einmal, dass das Garn gerade so gereicht hat? LG bjmonitas


Kommentare:

  1. Moin, moin,
    deine Stulpen gefallen mir sehr gut - der Zieharmonikaeffekt ist eine super Idee! Allerdings soll stricken ja eigentlich zur Entspannung betragen und nicht das Adrenalin hochtreiben ;)
    Ich kenn das nur von einem Strickstück bislang - aus der Erfahrung heraus, bereite ich inzwischen immer mehr Wolle vor...
    Liebe Grüße,
    Anne

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Da hast du absolut recht....eigentlich sollte das Stricken helfen das Adrenalin abzubauen......und ehrlich...ein weiteres Mal brauch ich das auch nicht. LG bjmonitas

      Löschen
  2. Ui, toll! Die Stulpen find ich Klasse; farblich toll getroffen! Super, dass du mit der Wolle hingekommen bist; diesen Nervenkitzel hatte ich auch schonmal... vor allem wenn die Mengenangaben irgendwie nicht stimmen; so gibts bei uns häufiger mal Socken bei denen die Spitzen ein bisschen farblich variieren *lach

    Liebe Grüße, Synje

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. *Freu* vielen Dank für das Lob liebe Synie u Anne (habe ich grade vergessen bei der Antwort hinzuzufügen). Ich bin auch heilfroh, dass das Garn gereicht hat. Bei Socken kommt es bei mir auch vor, dass eine Spitze anders ausschaut als die andere, weil das Garn nicht reicht - das sind dann aber sowieso Restesocken, denn mit 100g komme ich bei meiner Fußgröße gut hin. LG bjmonitas

      Löschen
  3. Deine Stulpen gefallen mir total gut! ♥
    Aber diese Zitterei ob das Garn reicht, nee echt, mag ich gar nicht, hatte ich aber auch schon. Ganz schlimm find ichs bei Handgesponnenem, weil das ja nicht so einfach nachzuspinnen ist, weshalb ich da lieber zu grosse Mengen produzier. *lach*

    LG Alpi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Freut mich sehr auch wenn ich weiss, dass ich an deine Strickkunst noch lange nicht heranreiche.....diese Zitterei brauche ich auch nicht, weshalb ich mich auch immer um genügend Vorrat bemühe, aber wie das so ist. Es gibt Projekte, die unerwartet mehr Garn fressen als andere...ich versuche dann zu mogeln und behaupte dann es g'hört so *g* LG bjmonitas

      Löschen