Freitag, 6. April 2018

Ein Häuschen aus Rosen, von Nelken die Tür, der Riegel von Veilchen, so wünsch ich es dir.

Diesen Spruch oder ähnliche schrieb man seiner Zeit in Poesiealben. Dass Veilchen essbar und als Heilpflanze gelten sowie kandiert werden, das wusste ich. Im letzten Jahr hatte ich davon gelesen, dass man aus Veilchenblüten auch Marmelade oder Gelee herstellen kann. Das wollte ich heuer unbedingt probieren. Heute war das Wetter endlich mal gut. Sonnig und trocken, so dass ich in meinem Vorgarten nach Veilchen Ausschau halten konnte. Es war gerade noch rechtzeitig, denn die ersten Blüten sind bereits verblüht.

Es gelang mir doch noch genügend Blüten abzuzupfen, damit es für eine kleine Menge oder sagen wir eine Testreihe Veilchengelee reichte.

Das Rezept, nach dem ich das Gelee herstellen wollte, fand ich hier. Es mag zwar ungewöhnlich erscheinen, dass in diesem Fall ohne Gelierzucker gearbeitet wird, aber wer die Grand Dame der Marmeladen kennt, der weiß, dass sie immer auf Gelierzucker verzichtet und eine andere Herstellungsweise bei der Marmeladenzubereitung bevorzugt.

Nun, so dachte ich mir, kann ich es ja mal probieren so ganz ohne Gelierzucker.

Die Zutaten waren sehr übersichtlich:
1. 200g Puderzucker
2. 250ml Wasser (nicht abgebildet)
3. Saft einer 1/2 Zitrone
4. 75g Veilchenblütchen (ich habe sie nicht abgewogen, denn mehr Blüten als die vorhandenen gabs eh nicht in meinem Gärtchen.)

Zunächst sollte das Wasser, der Puderzucker und der Zitronensaft zum Kochen gebracht werden
Dann gibt man die Blütchen in den Sud.
Das Ganze sollte 30min auf kleiner Flamme köcheln und der Sud sich auf diese Weise reduzieren. Ich hatte wohl etwas zu niedrig gestellt. Denn nach 30min war es noch nicht genügend eingekocht. So ließ ich es noch 10 weitere Minuten köcheln.

Da ich die Blütchen nicht abseihen wollte, nahm ich den Pürierstab zur Hand und versuchte die Blütchen damit zu zerkleinern. Es gelang mir nur mäßig. Beim nächsten Versuch muss ich mir hier was anderes überlegen.
Immerhin hat es 7 kleine Gläschen Gelee ergeben!!!
Es reicht auf jeden Fall um à la Sissi Kaiserin zu Österreich zu schlemmen :D. Herzlichst eure bjmonitas




Kommentare:

  1. Hallo BJ Monitas,
    Deine zweifarbigen Ranunkeln scheinen sogar noch einen Tick dunkler gewesen zu sein wie meine.
    Von Veilchengelee, das hat nein Freund von mir auch erzählt, wie gut dass ich bei Dir das Rezept gefunden habe. Ohne Gelierzucker, das passt für mich gut, denn seit zwei Jahren habe ich diverse Lebensmittelunverträglichkeiten, Konservierungsstoffe wie sie teilweise in Gelierzucker enthalten sind gehören auch dazu.
    viele Grüße Margot

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    1. Stimmt deine Ranunkeln waren etwas zarter in der Farbgebung, aber so oder so....sind sie umwerfend schön. Freut mich, dass dir das Rezept zusagt. Gutes Gelingen und ich würde mich freuen, wenn du mir davon berichten würdest wie dein Gelee geworden ist. LG bianka

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