Montag, 14. Oktober 2019

Bring and brag "Havanna Afghan"

Manchmal dauert es länger als geplant, um sagen zu können: "Das Projekt ist jetzt abgeschlossen".

Meine Havanna-Decke ist seit März 2019 fertig, ABER es fehlten noch Bilder bei gutem Tageslicht.
Nun kann ich mich nicht selbst fotografieren, sondern ich bin darauf angewiesen, dass meine Tochter Zeit UND Muse hat, mir damit behilflich zu sein und das Wetter muss natürlich auch stimmen.

Gestern war es endlich soweit. Der Tag war geradezu perfekt. Blauer Himmel, angenehme Temperaturen und die Sonne lacht vom Himmel. Einzigster Wermutstropfen war, dass jede Menge andere Leute auch unterwegs waren. Dann darf frau nicht zimperlich sein und sich einfach trauen.

Schließlich wollte ich nicht wieder ein halbes bis dreiviertel Jahr warten müssen, bis man Fotos machen kann.

Es war auch in anderer Hinsicht ein besonderer Tag. Denn am 11.10.2018 hatte ich meine Havanna angefangen. Ab dem Tag nahm ich bei dem CAL (Crochet-A-Long) teil. Sponsor war Tinna, die sich dieses tolle Muster ausgedacht hatte und uns mit Videoanleitungen etc. mit Rat und Tat zur Seite stand. Es war mein erster CAL überhaupt und es machte irre viel Spass. Außerdem finde ich es auch hilfreich sowie unterstützend, wenn man gemeinsam an etwas "schafft".

Seit dem Tag begleitet mich also meine Havanna und sie ist immer noch genauso farb und formschön wie am ersten Tag.

Als Reminiszenz an Tinnas Havanna Photoshooting, haben wir versucht einige Shots nachzustellen :D.




 


Die anderen Draußengänger wussten nicht so recht was sie davon halten sollten *g*.

Uns hat es irre viel Spass gemacht und ich bin sehr glücklich, dass ich meine Lieblingsdecke endlich ins rechte Licht rücken konnte.

Es gibt schon Pläne eine weitere Havanna zu häkeln. Davon und von vielen anderem was inzwischen passiert ist demnächst mehr.

 Viel Freude beim Kreativ-sein eure bjmonitas




Dienstag, 18. Dezember 2018

Kanada Herrensocken

Was schenkt man guten Freunden, die scheinbar alles schon haben? Meist bekommen sie von mir sogenannte Verbrauchsartikel. Klingt ziemlich unromantisch, gell?! *g* Was ich damit sagen möchte, ist folgendes: Diese Personen können sich an dem erfreuen, was ich selbst koche wie meine Marmeladen- und/oder Chutneykreationen oder was ich stricke.

Meine beste Freundin bekam beispielsweise dieses Jahr von mir ein Paar Rettangolo Polsinis zum Geburtstag, weil sie viel draußen fotografiert. Gerade Stulpen sind für Draußenfotographen in der kalten Jahreszeit ideal. Nur was schenkt frau dem Manne der besten Freundin, der drei Tage nach der Freundin Geburtstag hat???
Wie sich herausstellte wären ein paar selbstgestrickte Socken und  zwar in der Farbe bläulich und in Größe 46 genau nach seinem Gusto!!!

Toll *Augenroll*!! Wohl wissend was das für eine Quälerei ist mit diesen elend langen Füssen, sagte ich unter der Prämisse zu, dass ich diese Socken nach meinem Rhythmus und ohne Deadline stricken könne. Terminprojekte, so habe ich in der Vergangenheit lernen müssen, sind nicht unbedingt meine Stärke. Ihm wäre das alles recht, so seine Reaktion, wenn er nur mal wieder ein Paar Selbstgestrickte hätte, die eben nicht buntig wären.

Also hieß es eine Rabattaktion bei Buttinette abwarten, um das Garn in der gewünschten Farbe besorgen zu können, denn aufgrund einiger Socken, wie die hier oder hier und hier, hatte mein Stash alles zu bieten, aber in der benötigten Menge war blau nicht vorhanden.



Dann ging es auf Mustersuche. Denn eines wusste ich von meinen Ausflügen mit Männersocken....es dauert mitunter gefühlt Jahrhunderte bis der Schaft und Fuß gestrickt ist. Deshalb war Abwechselung im Muster als Mittel gegen die Monotonie ein absolutes Muss.

Meine Wahl viel auf das Muster, das bei den Kanadasocken aus der Verena Spezial "in 80 Socken um die Welt Teil 2" verwendet wurde. Ein kleines aber feines Muster, welches über 4 Reihen gestrickt wird und später eine optimale Passform garantiert.







 Die Verena Spezial Socken mag ich sehr. Leider konnte ich Teil 3 nicht erwerben, aber zumindest konnte ich die Teile 1 + 2 ergattern. Auch wenn ich nicht annähernd alle Socken nachgestrickt habe, mag ich die Hefte auch um einfach in ihnen zu blättern und mich an den verschiedensten Socken zu erfreuen, aber ich schweife ab.

Dieses Muster sollte es also werden und nicht in diesen herbstlich-erdigen Farben, sondern in Blau.
Manchmal erkenne ich, auch wenns einfach und simpel ist, sprichwörtlich, den Wald vor lauter Bäumen nicht. Jedenfalls hatte ich die Strickschrift irgendwie fehlinterpretiert und gemeint das Bündchen müsste umgeschlagen werden - auch wenn es auf dem Foto gar nicht so zu erkennen ist. Dennoch dachte ich es müsse so sein.


Siehe Pfeil. Auf die Idee, dass man einfach das Bündchenmuster nach einer rechten u linken Reihe versetzt und dann mit dem Muster beginnt, wollte mir anscheinend nicht in den Kopf. Wie die Strickschrift gemeint war, habe ich ERST jetzt beim Blogschreiben begriffen......da habe ich wohl lange auf der Leitung gesessen :DDDD.

Nun wie heißt es doch so schön: alles kann nichts muss und genau wie ich die Fersen so stricke wie ich sie am liebsten habe, wurde eben auch das Bündchen etwas anders als es der Ursprungsplan vorsah.

So begann im September die Reise mit den Kanadasocken. Reise deshalb, weil Socken, Stulpen oder ähnliche Kleinprojekte von mir überall mit hin"geschleift" werden. Klein und handlich passen sie immer in meine Tragetasche. Der Nachteil hierbei ist, wenn ich weniger unterwegs bin, gehts hier dann auch langsamer voran.

 



Wie ich zuvor schon erwähnte gibt es zwei Unterschiede zum Original:
1. hier gibt es einen doppelten Rand, der per Saumstich festgeheftet wurde.

Dazu habe ich keinen neuen Faden verwendet, sondern den Faden von der Maschenaufnahme einfach länger genommen als üblich. Mit dem Rest konnte ich das Säumen sogar mit der passenden Farbe vornehmen.
 

Das Ergebnis ein schöner Schaftabschluss mit einer sauberen Kante. Meine Fehlinterpretation der Anleitung war net verkehrt.

2. Die Ferse: Bei der Fersenwand lege ich wert darauf, dass sie ausreichend gestärkt ist. D.h. entweder läuft ein Beilauffaden mit oder aber ich stricke im Halbpatent. In diesem Fall hier war es mit einem passenden Beilaufgarn äußerst schwierig. Also wurde die Fersenwand im Halbpatent gestrickt und die Abnahmen für das Käppchen mit der sogenannten Herzchenferse vorgenommen. Das ist mittlerweile meine allerliebste Fersenform.

Das fertige Modell sieht so aus:

Sie dürfen demnächst ausfliegen. Vielleicht klappt es sogar noch vor Weihnachten.
Einen guten Start in die letzte Woche vor Weihnachten wünscht euch bjmonitas

verlinkt mit creadienstag #361